Pferdeverhalten

Pferdepersönlichkeiten

Pferdepersönlichkeiten 

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right oder left brain ?

In unserer Arbeit mit Pferden, stoßen wir häufig auf Alltagsprobleme bei denen die Besitzer sich keinen Rat mehr wissen. Und häufig trifft man natürlich dann auf Pferde, die auf Anhieb nicht so recht ins Schema passen. Oft liegt es daran, dass man an eine andere Pferdepersönlichkeit gerät als man es gewohnt ist.

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Pferdeverhalten

Mit allen Sinnen – Teil 2

Teil2 – Das Pferdeohr

Ein zusätzliches Rundumvermögen hat das Pferd durch seine Ohren. Pferde können ihre Ohren getrennt   voneinander bewegen und so auf unterschiedliche Geräuschquellen achten. Es kann die Ohrmuscheln, mittels  der  dafür zuständigen 16 Muskeln, um  180 Grad drehen und somit Geräusche von vorne, hinten oder oben wahrnehmen. Die Geräusche und Töne werden in Form von Schall vom Trommelfell bis zum Mittelohr weitergeleitet, dann auf die Gehörknöchelchen übertragen und zum Innenohr weitergeleitet. Pferde haben ein enormes Hörvermögen und können Töne bis zu 32.000 Hertz hören – zum Vergleich, der Mensch hört bis zu 16.000 Hertz, der Hund und die Katze hören bis zu 50.000 Hertz. Da dies bereits Ultraschallbereich ist, kann das Pferd sich durch den Abprall der Schallwellen im Raum akustisch orientieren.

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Übrigens liegt die normal gesprochene menschliche Stimme bei ca. 5.000 Hertz, ein Bereich wo das Pferd gut hört aber jedoch nicht besonders aufmerksam reagiert. 

Ein Grund warum viele Pferde mehr auf Handsignale oder Körperhaltung beim Menschen reagieren, leider werden diese häufig unbewusst ausgeführt was wiederum zu Missverständnissen führt. Aus diesem Grunde verwenden viele Trainer den Clicker als Markierungsgeräusch. Das metallische Geräusch des Clickers liegt in einem ganz anderen Frequenzbereich und Pferde schenken diesem von Natur aus mehr Aufmerksamkeit. Im Gegensatz zum Stimmkommando überträgt der Clicker auch keine Emotionen – man denke an das häufige Phänomen wenn der Mensch versucht Ruhe oder Stehen bleiben  ins Pferd zu schreien.

Die Größe der Ohren ist rassetypisch unterschiedlich. Warmblüter sind haben meist größere Ohren weil sie von Steppentieren aus wärmeren Regionen abstammen,  viele Ponyrassen  die meist aus kälteren Regionen stammen, würden  solche großen Ohren leichter abfrieren und sind nebenbei anfälliger für Wind. Aber auch für uns wichtig: bei starkem Wind entstehen durch die Trichterform wirbelnde Geräusche im Ohr. Dies ist mit ein Grund warum Pferde bei stärkerem Wind häufig nervös werden. Sie können einfach nicht mehr vernünftig hören, was für ein Fluchttier fatal ist.

Pferdeverhalten

Mit allen Sinnen

Zu wissen wie unsere Pferde die Welt erleben, wie sie sehen, hören und fühlen ist extrem wichtig um das Pferd überhaupt zu verstehen. Manche Reaktion vom Pferd erscheint uns im ersten Moment unverständlich und auch wenn wir uns noch so bemühen, kommen wir nicht dahinter was das Pferd gerade gesehen, gehört oder gespürt hat.

Dieses Thema ist unglaublich umfangreich, ich möchte hier lediglich auf ein paar wichtige und leicht verständliche Punkte aufmerksam machen. Aber fangen wir mit den Besonderheiten der einzelnen Sinnesorgane an:

Teil1 – Das Pferdeauge

Pferdeaugen sind ungefähr 5x 6,5 cm groß und gehören zu den größten von allen lebenden Säugetieren. Die Augen rioaugesitzen seitlich am Kopf, bewegen sich synchron und werden von am Augapfel ansetzenden Muskeln betätigt. Das Pferd besitzt ein Gesichtsfeld was seinem Wesen als Beutetier optimal angepasst ist. Es kann beim Grasen in seinem Umfeld nach Feinden ausschauen, also Futter aufnehmen und seine Sicherheit gewährleisten. weiterlesen
Pferdeverhalten

Pferdeverhaltenstherapie/Psychologie

Grundsätzlich muss man unterscheiden ob ein Pferd ein auffälliges bzw unerwünschtes Verhalten an den Tag legt oder ob eine konkrete Verhaltensstörung vorliegt. Ein auffälliges Verhalten, welches sich später dennoch oft zu einer Verhaltensstörung entwickelt, kann z.B. aus ungünstigen oder nicht pferdegerechten Haltungsbedingungen weide1entstanden sein. Das Pferd versucht sich der Situation anzupassen und geht selbst dabei zu Grunde. Dort wäre dann für den Therapeuten der erste Ansatzpunkt . Ebenso verhält es sich mit unerwünschtem Verhalten, auch hier sollte gründlich beobachtet werden ob dieses nicht aus dem Lernverhalten des Pferdes resultierte und vom Menschen ungewollt ‚selbst programmiert‘ ist.
Optimalerweise beginnt die Arbeit des Therapeuten bereits schon bei einer Begutachtung der Haltungsbedingungen noch unauffälliger Pferde als eine rein prophylaktische Maßnahme. Die Gestaltung des Tages mit allen Besonderheiten hat enormen Einfluss auf das Verhalten und eventuelle Störungen bei Pferden. Eine pferdegerechte Umgebung und Haltung ist die beste Prophylaxe. Hier kann der Therapeut anhand seines Ethologiewissens auf ungünstige Umstände hinweisen.
rioauge2Entstandene Verhaltensprobleme des Pferdes werden häufig nicht ernst genommen sogar bagatellisiert. Teilweise als Marotte abgeschrieben und unbehandelt, kann aus einem Verhaltensproblem schnell ein körperliches Problem werden. Auch Verhaltensstereotypen wie Koppen oder Weben ziehen nicht nur körperliche Schäden nach sich sondern verursachen unter Umständen auch große wirtschaftliche Schäden.
Ihr Therapeut ist auch Ihr Berater wenn es um Alltagsprobleme geht und besitzt in der Regel ein umfangreiches Wissen über das Lernverhalten und wie man mit ‚Problempferden‘ umgeht. Unterschiedliche Trainingsmethoden sollten dem Therapeuten nicht fremd sein und hieraus sollte er auch Lösungen anbieten und praktizieren. Große Bedeutung messe ich persönlich dem Gespür für das Wesen des Pferdes bei. Ohne zu vermenschlichen sollte man den Charakter eines Pferdes erkennen und seine Signale begreifen um individuell zu behandeln.
So wie es keine zwei gleichen Menschen auf der Erde gibt, ist auch kein Pferd wie das andere.